01.10.2011 - Gemeinschaftsübung: Alternative Rettungsmöglichkeiten bei Forstunfällen

ForstunfallIn der Vergangenheit wurde bei den gemeinsamen Übungen unserer drei Ortswehren bereits mehrfach das Thema "Personenrettung aus unwegsamem Gelände" behandelt.

Für den heutigen Termin haben sich die Übungsleiter Andreas Becker und Alfred Theobald überlegt, wie man mit einfachsten Mitteln eine Personenrettung durchführen könnte. Bewusst wurde von beiden die Vorgabe gemacht, dass möglichts keine der sonst verwendeten Mitteln (wie z. B. Krankentrage, Nachforderung von pneumatischem Rettungsgerät, ...) genutzt werden darf. So war Kreativität gefragt.

 

An drei Übungsstellen galt es 2x eine Person unter einem Baumstamm eingeklemmte Person zu befreien und 1x eine Person mit Knochenbrüchen über einen steilen Abhang auf den Waldweg zu bringen.

Die Besatzungen der drei Fahrzeuge agierten jeweils eigenständig und so wurden an allen Stationen unterschiedliche Lösungen geboten.

 

Station 1: Rettung durch Schlauchdruck, Unterbauung mit Schlauchbrücken und gerollten Schläuchen

Station 2: Rettung durch Schlauchdruck, B-Schlauch doppelt (übereinander gelegt), Unterbauung mit Schlauchbrücken

Station 3: Person auf Leiterteil festgebunden, Leiterteile an Steigung als Tritt für Feuerwehrleute benutzt.

Station 3: Person auf Leiterteil festgebunden, Leiterteile an Steigung als "Führung" für einzelnes Leiteteil benutzt. feuerwehrleute laufen neben der Leiter.

 

Mit dieser Übung konnte (mal wieder) gezeigt werden, dass auch sog. "TSF-Wehren" durchaus die Möglichkeit haben mit den einfachen, vorhandenen Mitteln Aufgaben ohne Unterstützung durch Technik, die im Regelfall Stützpunkt-Feuerwehren vorbehalten sind,  zu lösen.