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03.11.2012 - Ausbildung: Gemeinschaftsübung in Matzenbach

Bei der Gemeinschaftsübung der Ausrückegemeinschaft in diesem Monat wurden die Wehren mit der Meldung "Explosion Ringstraße, Ecke Fockenberger Straße, näheres nicht bekannt" in die Ortsmitte nach Matzenbach gerufen.

Vor Ort fanden die ersteintreffenden Kräfte aus Matzenbach eine eingestürzte Scheune aus der Qualm aufstieg sowie eine benommene Person vor, die unter Schock versuchte mitzuteilen, dass sich noch eine Person in der eingestürzten Scheune befindet.

 

Der Gruppenführer Matzenbach lies umgehend eine Wasserversorgung aus der Fockenberger Straße aufbauen. Der Angriffstrupp rüstete sich mit schwerem Atemschutz aus und ging zur Personensuche/-rettung vor. Die Feuerwehr Quirnbach stellte den Sicherungstrupp und baute zusammen mit der Feuerwehr Rehweiler eine zweite Wasserversorgung vom Dorfplatz aus. Sie übernahm außerdem mit einem Trupp die Kühlung des vorhandenen Gastanks.

Nachdem die verschüttete Person vom Angriffstrupp befreit und nach draußen gebracht worden ist wurde bekannt, dass sich eine weitere Person in den Trümmern der Scheune befinden könnte. Da der Trupp noch genügend Luft in den Atemluftflaschen hatte, ging er nochmals in die Scheune vor, wo ein Truppmitglied jedoch unter Trümmern der einstürzenden Decke eingeklemmt und verletzt wurde. Dieses Ereignis lies den verbleibenden Truppmann einen Notruf (Mayday) absetzen, wodurch der Sicherungstrupp zum Einsatz kam. Dieser befreite den Eingeklemmten mittels Brechstange und Muskelkraft.

Währenddessen konnte im Gebälk der Garage, die sich in das Wohngebäude integriert, eine Rauchentwicklung ausgemacht werden. Gefahr bestand hierbei durch die installierte Photovoltaikanlage, welche Richtung Innenhof installiert ist. Zur Abklärung wurde ein Trupp mit der Wärmebildkamera (kurz WBK) der Feuerwehr Glan-Münchweiler in die Garage geschickt. Hier musste sich erst mittels Steckleiter Zugang zum oberen Bereich geschafft werden. Des Weiteren wurde aufgrund der eingesetzten Dunkelheit Beleuchtungsmaterial sowie Kleinlöschgerät (Kübelspritze) durch den Trupp angefordert. Der Trupp konnte mit Hilfe der WBK drei Glutnester ausmachen, die abgelöscht wurden.

Im Anschluss an die Übung gab es noch eine Nachbesprechung, in der unter anderem die Gefahren, die von Photovoltaikanlagen ausgehen angesprochen wurden.

 

 

Die Feuerwehren bedanken sich an dieser Stelle nochmals bei Ulrike Wild für die Nutzung des Grundstücks und der Gebäude für diese Übung.